Die ugandische Justizbehörde und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) haben angekündigt, ihre Kooperation auszubauen, um das angespannte Justizsystem des Landes zu entlasten. Schwerpunkte der gemeinsamen Maßnahmen sind die Reduzierung des anhaltenden Gerichtsverfahrens-Backlogs, die Entlastung überfüllter Gefängnisse sowie die Verbesserung des Zugangs zur Justiz für die Bevölkerung.
Ugandas Justizsystem kämpft seit Jahren mit einer hohen Zahl an anhängigen Fällen, was zu langen Untersuchungshaftzeiten und überfüllten Gefängnissen führt. Laut UNODC befinden sich viele Inhaftierte über Jahre in Untersuchungshaft, ohne dass ihr Prozess begonnen hat. Durch die neue Partnerschaft sollen beschleunigte Verfahren, alternative Strafverfolgungsmaßnahmen und Kapazitätsaufbau bei Justizpersonal gefördert werden.
Die Zusammenarbeit sieht auch Schulungsprogramme für Richter, Staatsanwälte und Gefängnispersonal vor, um Standards im Strafvollzug und in der Verfahrensführung zu verbessern. Zudem sollen Gemeinschaftsstrafen und Mediationsverfahren stärker genutzt werden, um den Druck auf das System zu verringern. Beide Seiten betonten, dass eine funktionierende Justiz entscheidend für die Rechtsstaatlichkeit und die Entwicklung des Landes sei.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa