Ägypten erneuert Opposition gegen neue äthiopische Staudämme am Nilu

Ägypten hat seine Opposition gegen die geplanten neuen Staudämme Äthiopiens am Nil erneut bekräftigt. In einem Interview mit dem saudi-arabischen Sender Al Arabiya TV äußerte Außenminister Badr Abdelatty, dass Ägypten die Ankündigungen Äthiopiens, weitere Dämme zu bauen, als bedrohlich empfindet. Diese Äußerungen markieren bereits die dritte öffentliche Stellungnahme Ägyptens zu diesem Thema innerhalb von zwei Wochen.

Die Spannungen zwischen Ägypten und Äthiopien sind in den letzten Jahren gewachsen, insbesondere seit dem Beginn des Baus des Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD). Ägypten befürchtet, dass die Dämme die Wasserzufuhr des Nils, der die Hauptquelle für Trinkwasser und Landwirtschaft in Ägypten darstellt, erheblich beeinträchtigen könnten. Abdelatty betonte, dass Ägypten weiterhin auf diplomatische Lösungen drängt, um die Nutzung des Nils zu regeln und die Wasserrechte der Anrainerstaaten zu sichern.

Die ägyptische Regierung hat mehrmals erklärt, dass sie bereit ist, internationale Hilfe und Vermittlung anzunehmen, um eine Einigung zu erzielen. Dennoch bleibt die Situation angespannt, und Experten warnen vor den möglichen Folgen eines Wasserkonflikts in der Region.

Quellen: Middle East Monitor