Ein bedeutender Erfolg für den Artenschutz im Osten Deutschlands: Im Nationalpark Sächsische Schweiz konnten Experten erstmals die Fortpflanzung der seltenen Nymphenfledermaus nachweisen. Die Entdeckung wurde durch akustische Monitoring-Systeme und gezielte Kontrollen in natürlichen Verstecken wie Felsritzen ermöglicht.
Die Nymphenfledermaus (Myotis nattereri) gilt als besonders empfindlich gegenüber Umweltveränderungen und benötigt urwaldnahe Lebensräume mit altem Baumbestand und strukturreichen Felsformationen. Der Nachweis ihrer Vermehrung im Nationalpark unterstreicht die Bedeutung des Gebiets als Rückzugsort für gefährdete Tierarten.
Nationalparkranger und Biologen bewerten den Befund als positives Signal für die Wirksamkeit langjähriger Schutzmaßnahmen. „Die intakten Wälder und Felshänge bieten ideale Bedingungen“, sagte eine Sprecherin des Nationalparks. „Dass sich die Tiere hier ansiedeln und fortpflanzen, zeigt, dass unsere ökologischen Konzepte greifen.“
Zukünftig soll das Monitoring weiter ausgebaut werden, um weitere Populationen zu identifizieren und potenzielle Gefährdungen frühzeitig zu erkennen. Der Fund stärkt zudem die Argumentation für den Erhalt unberührter Naturräume in Sachsen.
Quellen: MDR – Nachrichten