Kulturinstitutionen veröffentlichen ‚Bauhaus-Manifest‘ gegen AfD-Forderungen

Ein Bündnis aus Kulturinstitutionen und -organisationen in Sachsen-Anhalt hat mit einem öffentlichen Manifest Stellung gegen die AfD-Landtagsfraktion bezogen. Grund ist die Forderung der Partei, dem sogenannten „Irrweg der Moderne“ wie dem Bauhaus die staatlichen Fördermittel zu entziehen. Die Kulturschaffenden bekräftigen in dem Dokument ihre Verbundenheit mit den Idealen der weltberühmten Dessauer Kunstschule – Innovation, Weltoffenheit und künstlerische Freiheit.

Das Manifest, das in den vergangenen Tagen von Museen, Theatern und kulturellen Trägern unterzeichnet wurde, verweist auf die historische Bedeutung des Bauhauses als Symbol für Fortschritt und internationale Vernetzung. Gleichzeitig kritisieren die Unterzeichner, dass die AfD mit ihrer Rhetorik bewusst an Stilelemente der NS-Zeit anknüpfe, die das Bauhaus einst als „entartet“ diffamierten.

„Kultur ist kein Luxus, sondern Teil der demokratischen Bildung“, heißt es in dem Text. Die Institutionen warnen vor einer Politik, die sich gegen moderne Kunst und kulturelle Vielfalt wende. Das Manifest erscheint nur wenige Wochen vor der anstehenden Landtagswahl und wird als klare Positionierung gegen rechtspopulistische Tendenzen gelesen.

Das Bauhaus in Dessau, das heute als UNESCO-Welterbe gilt, bleibt ein zentraler kultureller und touristischer Ankerpunkt des Bundeslandes. Die Debatte um seine Förderung zeigt erneut, wie stark Kultur in den politischen Fokus gerückt ist.

Quellen: FAZ Online, ntv – Nachrichten