In weiten Teilen Thüringens hinkt die Digitalisierung an Schulen weiter hinterher. Laut einem Bericht des MDR vom 20. August 2026 nutzen rund 200 Schulen im Freistaat digitale Geräte nur eingeschränkt, da ihnen ein zuverlässiger Internetzugang fehlt. Dies behindert sowohl Lehrkräfte als auch Schüler bei der Nutzung moderner Unterrichtsformate und digitaler Lernplattformen.
Die mangelnde Ausstattung wirft Fragen nach der Gleichwertigkeit der Bildungschancen auf. Während einige städtische Schulen bereits über moderne WLAN-Infrastrukturen verfügen, bleibt der Zugang in ländlichen Regionen oft unzureichend. Betroffene Schulen berichten von langen Wartezeiten beim Öffnen von Lernapps, Abbrüchen bei Online-Tests oder dem kompletten Ausfall digitaler Geräte während des Unterrichts.
Das thüringische Kultusministerium hat zwar in den vergangenen Jahren Förderprogramme zur schulischen Digitalisierung gestartet, doch der Nachholbedarf bleibt groß. Experten fordern nun eine beschleunigte Umsetzung der Breitbandausbau-Pläne sowie gezielte Unterstützung für Schulen in strukturschwachen Gebieten. Ohne flächendeckenden Zugang zum schnellen Internet drohe andernfalls eine Verfestigung der Bildungsungleichheit innerhalb des Bundeslandes.
Quellen: MDR – Nachrichten