Ein schweres Unwetter hat am 20. August 2026 weite Teile Thüringens getroffen und für erhebliche Schäden gesorgt. Laut Feuerwehr- und Polizeiangaben kam es vor allem in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen und Gotha zu umgestürzten Bäumen, überfluteten Straßen und lokalen Stromausfällen. Die Einsatzkräfte mussten innerhalb weniger Stunden dutzende Hilferufe abarbeiten.
Besonders betroffen war die Region um Waltershausen und Zella-Mehlis, wo heftiger Starkregen innerorts zu vollgelaufenen Kellern und rutschenden Hanglagen führte. In einem Fall wurde ein Wohnhaus durch einen direkten Blitzschlag in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte das Feuer zwar schnell unter Kontrolle bringen, doch der Dachstuhl des Einfamilienhauses erlitt Totalschaden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor schweren Gewittern mit Hagel und Windböen gewarnt. Meteorologen sprechen von einer extrem konvektiven Luftmasse, die sich über Mitteldeutschland entlud. Der THW-Landesverband Thüringen rief freiwillige Helfer zur Unterstützung bei Aufräumarbeiten auf. Experten warnen, dass solche Extremwetterereignisse künftig häufiger auftreten könnten und fordern eine bessere Anpassung der kommunalen Infrastruktur an die Folgen des Klimawandels.
Quellen: MDR – Nachrichten