Das Landgericht Berlin hat eine kriminelle Vereinigung verurteilt, die über mehr als ein Jahr lang tonnenweise Marihuana nach Deutschland geschmuggelt hatte. Die Bande nutzte eine perfide Methode: Die Drogen wurden in Hohlräumen von Holzpaletten und Ladematerial versteckt, das legal aus südosteuropäischen Ländern importiert wurde. Insgesamt wurde ein Betäubungsmittelwert im mehrstelligen Millionenbereich aufgedeckt.
Die Ermittlungen begannen, nachdem Zollbeamte bei einer Routinekontrolle in einem Hamburger Hafen verdächtige Geräusche aus einer Holzladung hörten. Die daraufhin eingeleiteten Untersuchungen führten zu einer bundesweiten Razzia, bei der auch Wohnungen und Lagerhallen in Berlin durchsucht wurden. Dabei wurden nicht nur Drogen, sondern auch Bargeld und Aufzeichnungen über die kriminellen Geschäfte sichergestellt.
Die Angeklagten erhielten Haftstrafen zwischen sechs und zwölf Jahren. Das Gericht begründete die hohen Strafen mit der organisierten und langfristigen Natur der Taten sowie der erheblichen Schadenshöhe für die öffentliche Sicherheit. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem der größten Drogenfunde der letzten Jahre in Berlin. Die Polizei betont, dass die Zusammenarbeit zwischen Zoll, Bundeskriminalamt und Berliner Fahndungsbehörden entscheidend für den Erfolg der Operation war.
Quellen: ntv – Nachrichten