Die Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen-Anhalt bereitet sich intensiv auf die Möglichkeit vor, nach der Landtagswahl erstmals in eine Landesregierung einzuziehen. Laut Umfragen führt die Partei klar vor CDU, SPD und anderen Konkurrenten – ein Szenario, das in Berlin und anderen Bundesländern mit großer Sorge betrachtet wird.
Die Vorbereitungen gehen weit über klassischen Wahlkampf hinaus: Die AfD hat interne Schulungsprogramme etabliert, um Kader für Regierungsaufgaben vorzubereiten. Ein eigens zusammengestellter Personalpool soll sicherstellen, dass geeignete Kandidaten für Ministerämter und Verwaltungspositionen bereitstehen. Zudem gibt es enge Verbindungen zur FPÖ in Österreich, die der AfD bei der Entwicklung von Regierungsprogrammen und Kommunikationsstrategien hilft.
Ein Vorschlag des grünen Politikers Danyal Bayaz, im Falle eines AfD-Siegs Finanzsanktionen gegen Sachsen-Anhalt zu prüfen, hat landesweit für Empörung gesorgt. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung sprach sich klar gegen solche Maßnahmen aus und betonte die Handlungsautonomie der Länder. Dennoch bleibt die Frage, wie andere Parteien auf ein möglicherweise regierungsfähiges Wahlergebnis der AfD reagieren werden.
Quellen: Der Tagesspiegel, ZEIT Online – Deutschland