Südsudan vor Wahlen: UN-Warnung vor neuen Gräueltaten

Im Vorfeld der anstehenden Wahlen im Südsudan hat ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Untersuchungsgremium vor einer drohenden Zunahme von Gräueltaten gewarnt. Wie am Donnerstag berichtet wurde, könnte die ohnehin unterberichtete humanitäre Krise im ostafrikanischen Land weiter eskalieren, falls die anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen nicht gestoppt werden.

Die Experten betonten, dass die aktuelle Gewalt nicht nur die Bevölkerung unmittelbar bedrohe, sondern auch die Voraussetzungen für freie und faire Wahlen untergrabe. In Regionen, in denen erneut gekämpft werde, seien Zivilisten besonders gefährdet, und es gebe Hinweise auf systematische Menschenrechtsverletzungen.

Die UN-geführte Untersuchung fordert internationale Akteure auf, stärker auf eine Deeskalation hinzuwirken und den humanitären Zugang zu sichern. Gleichzeitig müsse Druck auf die Konfliktparteien ausgeübt werden, um Straflosigkeit für Kriegsverbrechen zu beenden. Die Wahlen, die als Meilenstein für die Stabilisierung des jüngsten Staates der Welt gedacht sind, drohen nach Einschätzung der Experten stattdessen zu einem Katalysator für weitere Gewalt zu werden.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa