Verurteilungen in Hongkong: Demokratie-Aktivisten für Tiananmen-Mahnwachen bestraft

In Hongkong wurden zwei prominente Aktivisten, die jahrelang Mahnwachen für die Opfer des Tiananmen-Massakers im Jahr 1989 organisiert hatten, zu harten Strafen verurteilt. Ein Gericht befand sie für schuldig, die öffentliche Ordnung gefährdet zu haben und „Subversion“ gegen den Staat zu fördern. Die Urteile könnten weitreichende Folgen für die verbleibenden Aktivisten und die demokratische Bewegung in Hongkong haben.

Die beiden Verurteilten, Lee Cheuk-yan und Chow Hang-tung, drohen bis zu zehn Jahre Haft. Dieser Fall wird von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International scharf kritisiert, die eine sofortige und bedingungslose Freilassung der Aktivisten fordern.

Die Verurteilungen spiegeln die wachsende Repression in Hongkong wider, wo die Regierung zunehmend gegen politische Dissidenten vorgeht und Versammlungen zur Erinnerung an das Tiananmen-Massaker verbietet. Dies hat internationale Besorgnis ausgelöst und könnte die Spannungen zwischen Hongkong und dem Festland weiter verschärfen.

Quellen: FAZ Online, Al Jazeera, France 24