Äthiopien setzt auf französische Weinexperten, um eigene Weinindustrie zu entwickeln

Äthiopien strebt eine bemerkenswerte wirtschaftliche Diversifizierung an: Das ostafrikanische Land will sich als ernstzunehmender Weinproduzent etablieren und setzt dabei auf Know-how aus Frankreichs weltberühmtem Weinanbaugebiet Bordeaux. Wie internationale Medien berichten, werden bereits französische Experten und Rebsorten in das Projekt eingebunden, um die lokalen Anbaubedingungen zu nutzen und eine hochwertige Weinindustrie aufzubauen.

Von Kaffee zu Wein: Eine neue landwirtschaftliche Ära

Bekannt für seine hochwertigen Kaffeesorten, möchte Äthiopien nun seine agrarische Expertise auf den Weinbau ausdehnen. Die klimatischen und geografischen Gegebenheiten einiger Regionen, insbesondere in den höher gelegenen Hochländern, gelten als vielversprechend für den Anbau europäischer Rebsorten. In enger Zusammenarbeit mit Weinexperten aus Bordeaux werden nun Pilotprojekte zur Rebenzüchtung und Kellerwirtschaft gestartet.

Internationale Partnerschaft mit lokalem Potenzial

Die Kooperation mit französischen Önologen umfasst nicht nur den Import von Reben, sondern auch Schulungen für lokale Landwirte, Technologietransfer und den Aufbau moderner Kellereien. Ziel ist es, sowohl den Binnenmarkt zu bedienen als auch exportfähige Weine für den internationalen Luxussegment-Markt zu produzieren. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte Äthiopien als erster ostafrikanischer Weinexporteur auf den Weltmärkten Fuß fassen.

Die Initiative ist Teil einer breiter angelegten Strategie zur wirtschaftlichen Diversifizierung, die über den traditionellen Agrarsektor hinausgeht. Noch ist die Weinproduktion in Äthiopien in den Anfängen, doch die Ambitionen sind groß: Ein neuer Wirtschaftszweig könnte entstehen – mitten im Herzen Afrikas.

Quellen: France 24 – Africa