Tote aus Tschad bei Goldminen-Einsturz an Grenze zu Zentralafrikanischer Republik

Bei einem schweren Unglück in einer informellen Goldmine im Grenzgebiet zwischen Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik sind am Donnerstag mehrere Dutzend Bergleute getötet worden. Wie aus Berichten internationaler Beobachter hervorgeht, gehörten unter den Vermissten und Toten auch zahlreiche Arbeiter aus dem benachbarten Tschad. Das Unglück ereignete sich nach einem plötzlichen Erdrutsch, der große Teile der instabilen Schächte verschüttete.

Die Rettungsaktion läuft weiter, doch die Chancen, Überlebende zu finden, gelten als gering. Die Mine, in der vorwiegend Gold abgebaut wird, wird von informellen Gruppen betrieben, oft unter extrem gefährlichen Bedingungen und ohne Sicherheitsvorkehrungen. Viele der dort arbeitenden Männer stammen aus ärmeren Regionen West- und Zentralafrikas, darunter auch aus dem Tschad, wo Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not viele zur Migration in solche riskanten Sektoren zwingen.

Die Behörden beider Länder haben bisher keine offizielle Bestätigung über die genaue Zahl der Opfer aus dem Tschad abgegeben. Internationale Hilfsorganisationen warnen jedoch vor weiteren Unfällen, da illegale Minenaktivitäten in der Region trotz wiederholter Warnungen zunehmen. Die jüngste Katastrophe unterstreicht erneut die prekäre Lage tausender Bergarbeiter, die in kaum regulierten Abbaustätten um ihr Überleben kämpfen.

Quellen: France 24 – Africa