Krawalle beim DFB-Pokal in Mannheim: 85 Verletzte, Polizei und DFB kündigen Konsequenzen an

Das DFB-Pokalspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern hat sich zu einer traurigen Großstadtrandschau entwickelt. Am späten Abend kam es im und um das Carl-Benz-Stadion in Mannheim zu schweren Ausschreitungen, die das Spiel fast zum Abbruch gebracht hätten. Nach ersten Angaben wurden insgesamt 85 Menschen verletzt, darunter 35 Polizeibeamte. Die Polizei spricht von gezielter Gewalt durch gewaltbereite Gruppen.

Die Ausschreitungen begannen bereits vor Spielbeginn, als Pyrotechnik gezündet und Flaschen auf Beamte geworfen wurden. In der 67. Minute musste das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen werden, nachdem ein Fan auf das Spielfeld stürmte und ein Kaiserslautern-Spieler attackierte. Kurz darauf kam es zu Massenschlägereien zwischen rivalisierenden Fangruppen im Zuschauerbereich. Einsatzkräfte mussten mit Wasserwerfern und Pfefferspray eingreifen.

Baden-Württembergs Innenminister verurteilte die Ereignisse scharf: „Wer so handelt, ist kein Fan, sondern ein Krimineller.“ Der Deutsche Fußball-Bund kündigte eine umfassende Aufarbeitung an. Sanktionen gegen den Verein, darunter Stadionverbote oder Punktabzüge, sind möglich. Auch strafrechtliche Ermittlungen laufen bereits. Das Spiel endete mit einem 0:1-Sieg für Kaiserslautern nach Verlängerung – ein Ergebnis, das in der Gewalttat untergegangen ist.

Quellen: FAZ Online (DE, 22.08.2026 07:39), ntv – Nachrichten (DE, 22.08.2026 06:36), Welt Online (DE, 22.08.2026 05:22), ZDF Heute – Nachrichten (DE, 22.08.2026 04:55)