Dürre bremst Pilzsaison in Hessen: Keine Pfifferlinge im Wald

Die Pilzsaison in Hessen fällt in diesem Jahr erneut der anhaltenden Dürre zum Opfer. Trotz vereinzelter Regenschauer in den vergangenen Wochen zeigen die Wälder des Bundeslandes kaum Anzeichen für ein kräftiges Pilzwachstum. Besonders seltene Funde machen sich bei beliebten Arten wie den Pfifferlingen bemerkbar, wie aus dem Rhein-Main-Liveblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervorgeht.

Experten verweisen darauf, dass Pilze zum Keimen auf eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit angewiesen sind. Die anhaltenden Trockenperioden der letzten Monate haben den Waldboden jedoch tiefgreifend ausgetrocknet. „Ohne nennenswerte Niederschläge in den kommenden Tagen wird es eng für die klassische Pilzsaison“, heißt es aus forstwirtschaftlichen Kreisen.

Die Folgen spüren nicht nur Freizeitsammler, sondern auch die lokale Gastronomie, die saisonal auf frische Waldpilze setzt. Auch Wanderführer und Naturpädagogen melden, dass Führungen mit Pilzbezug aktuell kaum lohnende Ergebnisse liefern. Ein Ende der Trockenheit ist laut Wetterprognosen vorerst nicht in Sicht.

Die Behörden raten zur Vorsicht: Wer dennoch auf Pilzsuche geht, sollte sich über giftige Arten im Klaren sein und nur bekannte Exemplare sammeln. Denn in trockenen Zeiten können auch ungenießbare Arten vermehrt auftreten. Die Hoffnung der Pilzfreunde bleibt dennoch: Ein starker Herbstregen könnte die Situation innerhalb weniger Tage verbessern.

Quellen: FAZ Online