Im Roten Meer haben somalische Piraten einen Öltanker entführt, der unter fremder Flagge fuhr. Das Schiff, identifiziert als „Sibu 1“, wurde vor der Küste des Jemen angegriffen und befindet sich nun in der Gewalt der Angreifer. An Bord sollen sich 20 Crewmitglieder befinden, deren Zustand bislang unbekannt ist.
Die Entführung markiert eine neue Eskalation der maritimen Unsicherheit in der Region. Seit Monaten warnen internationale Marinekommandos vor einer Wiederbelebung der Piraterieaktivitäten, die jahrelang zurückgegangen war. Experten vermuten, dass die anhaltende Instabilität in Somalia sowie die mangelnde Küstenkontrolle die Wiederbelebung dieser kriminellen Netzwerke begünstigen.
Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat in Reaktion auf den Vorfall erneut zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Mehrere Nationen erwägen verstärkte Marinepräsenz, um Handelsrouten im Roten Meer und am Horn von Afrika zu schützen. Die Geiselnahme des „Sibu 1“ könnte auch Auswirkungen auf die globale Ölversorgung haben, da der Tanker Ladungen über internationale Routen transportierte.
Quellen: ZEIT Online