Bei einem schweren Bootsunglück vor der tunesischen Küste werden mindestens 13 Migranten vermisst. Wie die ARD-Tagesschau unter Berufung auf Behördenangaben berichtet, war das Boot in unbekannter Ursache gekentert, woraufhin nur zwei Personen lebend geborgen werden konnten. Unter den Vermissten befinden sich auch Minderjährige sowie eine schwangere Frau, deren Zustand bei einer möglichen Rettung besonders kritisch wäre.
Die genaue Zahl der Insassen sowie die Herkunft der Migranten sind bislang nicht bekannt. Die tunesischen Rettungskräfte haben die Suche in den Küstengewässern intensiviert, um mögliche Überlebende zu finden. Das Unglück unterstreicht erneut die gefährliche Lage von Migranten, die über das zentrale Mittelmeer nach Europa gelangen wollen – eine der tödlichsten Fluchtrouten weltweit.
Tunesien liegt auf einem zentralen Migrationspfad vom afrikanischen Kontinent nach Europa. In den vergangenen Jahren hat das Land nicht nur als Transitland, sondern zunehmend auch als Ziel- und Abreiseland für Migranten aus Subsahara-Afrika an Bedeutung gewonnen. Die tunesischen Behörden warnen immer wieder vor den Risiken illegaler Überfahrten, die oft von Schlepperbanden organisiert werden.
Quellen: ARD Tagesschau – Ausland