Die lang anhaltende Trockenheit im Freistaat Sachsen hat erste Risse bekommen. Dank anhaltender Regenfälle in den vergangenen Tagen steigen die Pegelstände der Flüsse wieder spürbar an. Besonders deutlich zeigt sich dies in Dresden, wo der Wasserstand der Elbe seit Anfang der Woche um über 40 Zentimeter zugelegt hat. Damit kehrt nach monatelang niedrigen Wassermengen langsam wieder Normalität ein.
Die niedrigen Pegel hatten in den Sommermonaten nicht nur Schifffahrtsunternehmen vor Herausforderungen gestellt, sondern auch die Versorgung mit Brauchwasser beeinträchtigt. Die „Weiße Flotte“, die touristische Fahrten auf der Elbe anbietet, musste Streckenabschnitte wegen des geringen Wasserstands zeitweise einstellen. Nun hoffen Reedereien und Umweltbehörden, dass die aktuelle Wetterlage eine dauerhafte Besserung der hydrologischen Lage bewirkt.
Auch andernorts im Freistaat verzeichnen Flussmessstationen steigende Wasserstände. An der Mulde, der Schwarzen Elster und der Wesenitz wurden ähnliche Trends beobachtet. Dennoch warnen Expert:innen vor vorschnellen Entwarnungen: Einzelne Regenphasen reichten nicht aus, um die tiefen Bodentrockenheiten vollständig zu beseitigen. Langfristig sei weiterhin ein sparsamer Umgang mit Wasser notwendig, betonen Vertreter des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.
Quellen: MDR – Nachrichten