Die Regierung von Togo hat am Samstag betont, gegen zwei französische Dokumentarfilmer und ihren togolesischen Mitarbeiter, die im vergangenen Monat festgenommen wurden, ‚ernste und bestätigte Beweise‘ in der Hand zu haben. Die drei Männer sollen gegen das Gesetz verstoßen haben, indem sie falsche Angaben im Zusammenhang mit ihrer journalistischen Tätigkeit gemacht haben. Die Behörden gaben jedoch keine Details zu den konkreten Beweisen oder den Inhalten der Dreharbeiten preis.
Die Festnahmen haben internationale Aufmerksamkeit erregt, insbesondere im Hinblick auf die Pressefreiheit in Westafrika. Die französischen Filmemacher arbeiteten an einem Dokumentarprojekt im Land, dessen genaues Thema bisher nicht öffentlich bekannt gegeben wurde. Ihr togolesischer Fixer unterstützt ausländische Journalisten und Filmteams bei der Organisation vor Ort – eine Tätigkeit, die in mehreren afrikanischen Ländern zunehmend unter staatlicher Beobachtung steht.
Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe der ‚falschen Erklärungen‘ und argumentieren, ihre Arbeit sei im Einklang mit journalistischen Standards durchgeführt worden. Menschenrechtsorganisationen haben bereits Besorgnis über die Inhaftierung geäußert und warnen vor einer möglichen Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in Togo. Die französische Botschaft in Lomé hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäußert.
Der Vorfall wirft Fragen über den Umgang Togos mit ausländischen Medienvertretern auf, insbesondere in einem politischen Umfeld, das in den letzten Jahren zunehmend kritisch gegenüber kritischer Berichterstattung geworden ist. Die endgültige juristische Aufarbeitung des Falls bleibt abzuwarten.
Quellen: France 24 – Africa