Die Regierung von Togo hat erklärt, über „ernsthafte und schlüssige Beweise“ gegen zwei festgenommene französische Journalisten zu verfügen. Gaël Mocaër und Sebastian Perez Pezzani waren im Juli gemeinsam mit ihrem togolesischen Mitarbeiter Fred Vedomey festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, im Rahmen einer investigativen Dokumentation falsche Aussagen gemacht zu haben, die die nationale Sicherheit gefährden könnten.
Die genaue Natur der Vorwürfe und der angeblichen Beweise wurde bisher nicht öffentlich gemacht. Die drei Festgenommenen bestreiten jegliches Fehlverhalten. Die Festnahmen haben internationale Aufmerksamkeit erregt, insbesondere im journalistischen Umfeld, wo Befürchtungen über die Einschränkung der Pressefreiheit in Togo laut wurden.
Die französische Regierung hat bisher nicht offiziell Stellung genommen, doch Menschenrechtsorganisationen und Pressefreiheitsverbände fordern Transparenz im Verfahren und die Freilassung der Journalisten, sofern keine nachvollziehbaren rechtlichen Grundlagen für die Inhaftierung vorliegen. Togo steht seit Jahren im Fokus kritischer Beobachter, was die Meinungsfreiheit und die Behandlung von Journalisten betrifft.
Der Fall wirft erneut Fragen über den Umgang der togolesischen Behörden mit kritischer Berichterstattung auf. Beobachter warnen, dass die Anklage wegen „falscher Aussagen“ oft als Instrument eingesetzt werde, um investigative Recherche zu unterbinden. Die weitere Entwicklung des Verfahrens wird international aufmerksam verfolgt.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa