Bei diplomatischen Gesprächen in der Schweiz haben die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die Rebellenallianz AFC/M23 eine historische Vereinbarung über einen Fahrplan für Friedensverhandlungen getroffen. In einer gemeinsamen Erklärung betonen beide Seiten die Notwendigkeit einer dauerhaften Lösung für den langjährigen Konflikt im Osten des Landes, der Tausende Zivilistenleben gekostet und Millionen vertrieben hat.
Eine zentrale Vereinbarung betrifft die Schaffung eines standardisierten Verfahrens zur Meldung von Verletzungen des Waffenstillstands. Dies soll Missverständnisse reduzieren und das gegenseitige Vertrauen stärken. Internationale Vermittler, darunter Schweizer Diplomaten und Vertreter der Afrikanischen Union, begrüßten den Fortschritt als wichtigen Schritt hin zu nachhaltigem Frieden.
Der bewaffnete Konflikt zwischen staatlichen Streitkräften und der Rwanda-nahe stehenden AFC/M23-Gruppe dauert seit Jahren an und wurde immer wieder von ethnischen Spannungen, Rohstoffstreitigkeiten und regionalen Machtinteressen angeheizt. Trotz mehrerer Waffenstillstandsabkommen kam es immer wieder zu Eskalationen. Die neue Roadmap sieht nun regelmäßige bilaterale Treffen, die Beteiligung ziviler Beobachter sowie die Einrichtung einer gemeinsamen Monitoring-Mechanismus vor.
Quellen: France 24 – Africa