Der geplante Erwerb des Flughafens Rostock-Laage durch den umstrittenen Geschäftsmann Hendrik Holt gerät erneut unter massiven Druck. Wie Recherchen der WELT zeigen, soll Holt kurz vor dem Abschluss des Deals im Gefängnis gewesen sein – und offenbar von dort aus die Übernahme initiiert haben. Nun verdichten sich die Hinweise darauf, dass die finanziellen Mittel für das Geschäft nicht legal erwirtschaftet wurden.
Laut aktuellen Ermittlungen könnte Holt kurz vor dem Kaufversuch Gelder eines Geschäftspartners unrechtmäßig an sich gerissen haben. Die genaue Höhe und Herkunft der Beträge werden derzeit von Strafverfolgungsbehörden geprüft. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre nicht nur die Integrität des gesamten Kaufprozesses infrage gestellt, sondern auch die Zukunft des Flughafens als regionales Infrastrukturprojekt ungewiss.
Der Flughafen Rostock-Laage gilt als strategisch wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere für den wachsenden Tourismus an der Ostseeküste. Seine Stabilität ist daher von großer Bedeutung für die regionale Wirtschaft. Derzeit ist unklar, ob die zuständigen Behörden in Schwerin bereits über die neuen Vorwürfe informiert sind oder ob rechtliche Schritte zur Aufsicht eingeleitet werden.
Holt war bereits in der Vergangenheit durch mehrere juristische Auseinandersetzungen aufgefallen. Mit der jüngsten Enthüllung rückt nun nicht nur seine Person, sondern auch das System möglicher Finanzlücken bei größeren regionalen Übernahmen in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Landesregierung hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben.
Quellen: Welt Online