Zwei UN-Blauhelmsoldaten im Südsudan bei Angriff getötet

Im Bundesstaat Jonglei im Südsudan sind am Samstag zwei Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen bei einem Angriff getötet worden. Wie die UN-Mission im Südsudan (UNMISS) mitteilte, wurden die Soldaten von bewaffneten Unbekannten attackiert, deren Identität und Motiv bislang ungeklärt sind. Der Vorfall ereignete sich in einer Region, die seit Jahren von ethnischen Konflikten und Gewalt zwischen bewaffneten Gruppen erschüttert wird.

Die UN verurteilte den Angriff auf das Schärfste und forderte die sudanesischen Behörden auf, die Hintergründe zu untersuchen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. „Solche Angriffe auf internationale Friedenskräfte sind nicht nur ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht, sondern gefährden die gesamte Friedensmission im Land“, erklärte ein Sprecher der UNMISS. Die Blauhelme sollen eigentlich Zivilisten schützen und zur Stabilisierung der angespannten Sicherheitslage beitragen.

Der Südsudan, das jüngste Land der Welt, kämpft seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011 mit politischer Instabilität, ethnischen Auseinandersetzungen und wiederkehrender Gewalt. Trotz eines Friedensabkommens aus dem Jahr 2018 bleibt die Lage in vielen Regionen des Landes fragil. Die UNMISS, die seit 2011 vor Ort ist, zählt zu den größten und gefährlichsten Friedensmissionen weltweit.

Quellen: ZEIT Online – Außenpolitik