Fischereiarbeiter in Walvis Bay protestieren gegen Meeres-Phosphatabbau

In der namibischen Hafenstadt Walvis Bay haben Fischereiarbeiter am Donnerstag gemeinsam mit Anwohnern und politischen Vertretern gegen die genehmigte Förderung von Meeres-Phosphaten protestiert. Die Demonstranten befürchten, dass der industrielle Abbau erhebliche negative Auswirkungen auf die Fischbestände und die marine Umwelt haben könnte, was wiederum die Existenzgrundlage tausender Beschäftigter in der Fischindustrie gefährde.

Die Protestaktion wurde von Gewerkschaften und lokalen Gemeinschaften unterstützt, die seit Jahren kritisch gegenüber den Plänen für den marinen Phosphatabbau sind. Sie argumentieren, dass die wirtschaftlichen Vorteile des Abbaus nicht mit den potenziellen ökologischen und sozialen Kosten in Einklang stünden. Besonders betont wird die Abhängigkeit der Region von der Fischerei als wichtigster Wirtschaftsbranche.

Einige anwesende Politiker unterstützten die Demonstrierenden öffentlich und forderten eine Neubewertung der Umweltverträglichkeitsprüfungen. Die Regierung hatte in der Vergangenheit betont, dass der Phosphatabbau unter strengen Auflagen erfolgen und Namibia helfen solle, seine wirtschaftliche Diversifizierung voranzutreiben. Doch die Debatte bleibt emotional aufgeladen, da viele fürchten, dass kurzfristige Gewinne langfristige Umweltschäden rechtfertigen könnten.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business