Die sudanesische Stadt El Obeid, Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan, steht unter enormem Druck infolge der anhaltenden Kämpfe im Umland. Trotz fortgesetzter Unsicherheit suchen Tausende Binnenvertriebene aus umliegenden Dörfern und dem benachbarten Süd-Kordofan Zuflucht in der Stadt. Humanitäre Helfer berichten, dass El Obeid mittlerweile seine Aufnahmekapazität überschritten hat.
Laut dem Ayin Network erreicht der Zustrom von Flüchtlingen weiterhin ein hohes Tempo, während die Infrastruktur der Stadt zusammenbricht. Krankenhäuser, Wasserversorgung und Nahrungsmitteldepots sind überlastet. Viele Neuankömmlinge errichten provisorische Unterkünfte auf öffentlichen Plätzen oder in Schulen, was die Spannungen zwischen lokalen Bewohnern und Neuankömmlingen verschärft.
„El Obeid ist heute eine Stadt innerhalb einer Stadt“, beschreibt ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation die Lage. „Was als temporäre Zuflucht begann, entwickelt sich zu dauerhaften Slums ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen oder medizinischer Versorgung.“ Internationale Geber werden dringend aufgefordert, zusätzliche Ressourcen bereitzustellen, doch die logistischen Herausforderungen bleiben immens – besonders angesichts der unsicheren Sicherheitslage entlang der Versorgungswege.
Quellen: Ayin Network, AllAfrica – East Africa