Ein logistischer Schock erschüttert den Luftverkehr in Namibia: Nachdem eine Ladung verunreinigten Flugzeugkerosins entdeckt wurde, kommt es im Land zu einem vorübergehenden Mangel an Betankungskapazitäten für kommerzielle Flugzeuge. Als Folge müssen internationale Langstreckenflüge, die ursprünglich von namibischen Flughäfen aus starten sollten, nun in Luanda, Angola, zwischenlanden, um getankt zu werden.
Die betroffenen Fluggesellschaften haben ihre Routen kurzfristig angepasst, was zu Verzögerungen und erhöhten Betriebskosten führt. Der Flughafen Hosea Kutako in Windhoek, der wichtigste internationale Drehkreuz des Landes, bestätigte, dass die Treibstoffversorgung derzeit eingeschränkt ist, bis Ersatzlieferungen eingetroffen und geprüft sind. Ursache der Kontamination ist noch unklar – Ermittlungen laufen.
Die Luftfahrtbehörde von Namibia (NAAC) hat Sicherheitswarnungen ausgesprochen und betont, dass die Nutzung verunreinigten Kerosins schwere technische Schäden an Triebwerken verursachen könnte. Experten erwarten, dass die Versorgungslage sich innerhalb der kommenden Woche normalisieren wird. Dennoch wirft der Vorfall Fragen zur Qualitätssicherung in der Energieversorgungskette des Landes auf.
Quellen: AllAfrica – Central Africa