Vom 1. bis 10. September findet in Frankfurt die World Transplant Games statt – ein internationales Fußballturnier, bei dem 19 Nationalmannschaften gegeneinander antreten. Doch der sportliche Wettkampf steht nur bedingt im Vordergrund: Vielmehr möchte die Veranstaltung Aufmerksamkeit für das sensible Thema Organspende schaffen und Betroffenen eine sichtbare Plattform bieten.
Alle Teilnehmer sind Menschen, die bereits eine Organtransplantation hinter sich haben. Ihre Teilnahme symbolisiert Lebensfreude, Dankbarkeit gegenüber Spendern und den Kampf gegen gesellschaftliche Tabus rund um die Organspende. In Deutschland liegt die Zahl der Organspender pro Million Einwohner weiterhin unter dem europäischen Durchschnitt – eine Entwicklung, die Veranstalter und Mediziner kritisieren.
Die Spiele finden auf Sportanlagen im Frankfurter Westen statt, darunter dem Stadion am Bornheimer Hang und weiteren kommunalen Plätzen. Begleitet wird das Turnier von Informationsständen, Patientengesprächen und Aktionen der Deutschen Stiftung Organspende. Auch die hessische Gesundheitsministerin wird zur Eröffnung erwartet und betont: „Jede Spende ist ein Akt des Mutes und der Menschlichkeit.“
Organisatoren hoffen, dass die WM der Transplantierten nicht nur emotionale Resonanz findet, sondern auch konkrete Entscheidungen für die Organspende anregt – gerade in Schulen und Vereinen, wo gezielt Aufklärungsarbeit geleistet werden soll.
Quellen: FAZ Online (DE, 25.08.2026 12:20)