Am Montag hat sich in Wolfsburg eine Welle der Unzufriedenheit innerhalb der Volkswagen-Belegschaft entladen: Bei einer Betriebsversammlung protestierten mehr als 10.000 Beschäftigte gegen die von Konzernchef Oliver Blume angekündigten Sparpläne. Blume, der den angeschlagenen Autokonzern restrukturieren will, wurde von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wiederholt ausgepfiffen, als er die Notwendigkeit des Umbruchs betonte.
Die Pläne sehen einen erheblichen Stellenabbau vor, wobei laut Blume etwa die Hälfte der betroffenen Arbeitsplätze in Deutschland liegen könnte – viele davon in Niedersachsen. Die Belegschaft fordert Transparenz und eine soziale Gestaltung des Abbaus. „Wir wollen keine Zerschlagung unserer Standorte“, hieß es aus dem Betriebsrat.
Die Kritik kommt nicht nur von unten: Auch Aufsichtsratsmitglieder und niedersächsische Politiker äußern Zweifel an der Strategie. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil betonte, die Größe des Konzerns sei kein Fehler, sondern ein „riesiges Pfund“ für die regionale Wirtschaft. Die Stimmung im traditionsreichen Autoland Niedersachsen ist angespannt – VW steht nicht nur für Mobilität, sondern für Tausende von Existenzen.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten, FAZ Online, ntv – Nachrichten