Der Handelskonflikt zwischen Kanada und den USA erreicht einen neuen Höhepunkt, nachdem die kanadische Regierung beschlossen hat, erhebliche Vergeltungszölle auf eine Vielzahl von amerikanischen Waren einzuführen. Die neuen Zölle, die bis zu 50 Prozent betragen können, betreffen Produkte im Wert von rund 20 Milliarden Dollar, darunter Stahl, Möbel und Lebensmittel wie Käse.
Finanzminister François-Philippe Champagne erklärte, dass diese Entscheidung notwendig sei, um die kanadischen Hersteller und Arbeiter zu schützen, die unter den jüngsten US-Zöllen leiden. „Wir werden die Zölle der USA eins zu eins, Dollar für Dollar, Gegenmaßnahme für Gegenmaßnahme“ anpassen, so Champagne. Das Ziel dieser Politik ist es, die kanadische Wirtschaft zu stärken und die lokale Produktion zu fördern.
Die neuen Tarife treten am 8. September in Kraft und sind als Antwort auf die jüngsten Handelsbeschränkungen der US-Regierung zu verstehen. Premierminister Mark Carney betonte, dass Kanada sich nicht einschüchtern lasse und bereit sei, für die nationalen Interessen zu kämpfen.
Zusätzlich zu den Zöllen plant die Regierung ein milliardenschweres Hilfspaket für Arbeiter in betroffenen Industrien, um die negativen Auswirkungen der Handelskrise abzufedern. Die kanadische Bevölkerung wird auch aufgefordert, lokale Produkte zu kaufen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen.
Quellen: ZEIT Online, Spiegel Online, FAZ Online, Welt Online, The Guardian