Hannover 96 distanziert sich von queerfeindlichen Äußerungen eigener Fans

Der Fußballclub Hannover 96 hat sich entschieden von rechtsextremen und queerfeindlichen Äußerungen einzelner eigener Fans distanziert. Bei der ersten Runde des DFB-Pokals am vergangenen Samstag in Bremen, wo zeitgleich der Christopher Street Day (CSD) stattfand, waren laut Medienberichten beleidigende und bedrohliche Parolen gegen LGBTQ+-Personen zu hören. Obwohl der Verein mit 9:1 gewann, trübt das Verhalten einiger Ultras den sportlichen Erfolg.

Der Verein verurteilte die Vorfälle umgehend und betonte in einer Stellungnahme seine klare Haltung gegen Diskriminierung jeglicher Art. „Wir stehen für Vielfalt, Respekt und Toleranz – Werte, die von diesen Handlungen eklatant missachtet wurden“, hieß es offiziell. Hannover 96 kündigte an, eng mit Sicherheitsbehörden und Fanprojekten zusammenzuarbeiten, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Auch aus politischen Kreisen kam Kritik. Gleichzeitig wurde der Kontrast zwischen den feiernden CSD-Teilnehmern und den aggressiven Ausbrüchen von Teilen der Fangemeinde thematisiert. Der Fall zeigt erneut, wie wichtig kontinuierliche Aufklärungsarbeit im Umfeld professioneller Sportvereine ist.

Quellen: Spiegel Online, Der Tagesspiegel