Der ghanaische Innenminister Mohammed Muntaka Mubarak hat die Ghana Police Service angewiesen, entschlossen gegen die Bildung illegaler Selbstschutzgruppen vorzugehen. Diese Gruppen, die von traditionellen Häuptlingen, politischen Parteien, Einzelpersonen oder Organisationen eingesetzt werden, untergraben nach Ansicht der Regierung die staatliche Autorität und gefährden die öffentliche Ordnung.
Der Minister betonte, dass nur der Staat das Recht habe, Sicherheitsdienste zu organisieren und auszurüsten. Jegliche privatisierte Gewaltanwendung, sei es unter dem Vorwand lokaler Sicherheit oder politischer Mobilisierung, sei unzulässig und werde konsequent verfolgt. Die Polizei wurde angewiesen, entsprechende Strukturen aufzulösen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.
Beobachter weisen darauf hin, dass solche Gruppen in ländlichen Regionen teilweise als Reaktion auf unzureichende staatliche Polizeipräsenz entstanden sind. Dennoch warnt die Regierung vor der Eskalationsgefahr, insbesondere in Wahlperioden, wenn bewaffnete Milizen zur Einschüchterung eingesetzt werden könnten. Die Anweisung des Ministers gilt als klare Botschaft zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit.
Quellen: AllAfrica – Ghana, Ghanaian Times