Ghana warnt Pilger vor Straßenreise nach Senegal wegen Sicherheitsrisiken

Das Außenministerium Ghanas hat Pilger der Tijjaniya-Muslimbewegung vor einer geplanten Straßenreise nach Senegal gewarnt. Grund sind ernste Sicherheitsbedenken entlang mehrerer Hauptverkehrswege, die in Richtung der senegalesischen Hauptstadt Dakar führen. Die Behörde rät Gläubigen, ihre Reisepläne sorgfältig zu überdenken und alternative, sicherere Transportwege in Erwägung zu ziehen.

Die jährliche Pilgerfahrt zur Gründungsstätte der Tijjaniya-Bruderschaft in Tivaouane oder zur Mausoleumsanlage des Ordensgründers in Fes (Marokko) zieht traditionell Tausende Anhänger aus ganz Westafrika an. In diesem Jahr wird jedoch besonders vor den Risiken gewarnt, die entlang der transregionalen Straßenverbindungen bestehen – insbesondere durch bewaffnete Übergriffe, Bandenkriminalität und unvorhersehbare Spannungen in Grenzregionen.

Die Warnung richtet sich explizit an ghanaische Bürger, die an religiösen Veranstaltungen in Senegal teilnehmen möchten. Das Außenministerium betont, dass die Sicherheitslage in bestimmten Abschnitten der Route instabil sei und keine ausreichende staatliche Kontrolle gewährleistet werden könne. Reisende sollten sich stattdessen über Flugverbindungen oder organisierte Gruppenreisen mit diplomatischer Absicherung informieren.

Senegal selbst gilt als stabil, doch die Transitstrecken durch Nachbarländer wie Mali, Burkina Faso und Teile Nigerias gelten als hochgefährdet. Die Warnung unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen in der Sahelregion, die auch friedliche religiöse Aktivitäten beeinträchtigen. Die senegalesische Regierung hat bislang nicht öffentlich auf die Empfehlung reagiert, doch diplomatische Kanäle bleiben aktiv, um die Lage zu koordinieren.

Quellen: AllAfrica – Ghana