Saddam Haftar stärkt Einfluss durch Geiselbefreiungen im Sahel

Der libysche Militärkommandeur Saddam Haftar, Sohn des östlichen Machthabers Chalifa Haftar, hat durch die Koordination der Befreiung von Geiseln im Sahel erneut seine regionalen Ambitionen unterstrichen. Wie aus Berichten hervorgeht, organisierte er die Überstellung zweier ehemaliger Söldner der Wagner-Gruppe, die von malischen Separatisten festgehalten wurden, nach Bengasi. Zuvor hatte er bereits die Rückkehr des amerikanischen Geiselnahmen Kevin Rideout nach den USA ermöglicht.

Diese diplomatischen und militärischen Aktionen stärken Saddams Position als zentraler Akteur in der libyschen Außenpolitik und im regionalen Sicherheitsgefüge. Beobachter sehen darin einen Versuch, nicht nur internationale Anerkennung zu gewinnen, sondern auch die eigene Machtbasis unabhängig von seinem Vater auszubauen. Die Befreiung westlicher und verbündeter Personen könnte zudem das Verhältnis zu westlichen Geheimdiensten und Regierungen verbessern.

Die Entwicklung wirft neue Fragen über die Machtverhältnisse innerhalb der ostlibyschen Führung auf. Während Chalifa Haftar weiterhin die militärische Kontrolle innehat, scheint sein Sohn zunehmend die diplomatischen Fäden zu ziehen – insbesondere in Bezug auf die komplexe Dynamik im Sahel, wo Russland, Frankreich und lokale Milizen um Einfluss ringen.

Quellen: The Africa Report