Äquatorialguinea: Einsturz des Mülldeponie in Malabo – Überlebende werfen Behörden Nachlässigkeit vor

Im Zentrum der Hauptstadt Malabo von Äquatorialguinea hat sich ein schwerer Unglücksfall ereignet: Eine riesige Müllhalde stürzte am Montag ein und begrub vermutlich Dutzende Menschen unter sich. Zwei Tage später setzen Rettungskräfte den Einsatz mit schwerem Gerät fort, um unter den Schuttmassen nach Überlebenden zu suchen. Große Bagger und Baggerlader durchforsten systematisch die Deponie, während sich die Wut der Bevölkerung steigert.

Wie Überlebende und Anwohner gegenüber internationalen Medien berichten, hatten sie die Behörden wiederholt vor den Gefahren gewarnt. Die Müllkippe, die sich über Jahre unkontrolliert vergrößert hatte, galt als instabil und gefährlich. Dennoch wurden keine Maßnahmen ergriffen, um die Deponie zu sichern oder alternative Entsorgungslösungen zu schaffen. Nun machen viele die Regierung für die Tragödie verantwortlich.

Die genaue Zahl der Opfer ist weiterhin unklar. Offizielle Angaben liegen nicht vor, doch Augenzeugen sprechen von mindestens 20 Vermissten, darunter auch Kinder. Die Deponie lag in der Nähe von informellen Siedlungen, in denen viele Menschen in prekären Verhältnissen leben. Der Zugang zu grundlegender Infrastruktur und sicheren Wohnverhältnissen bleibt ein drängendes Problem in weiten Teilen des Landes.

Die Tragödie wirft erneut ein Schlaglicht auf die mangelhafte Abfallwirtschaft und die schwache staatliche Regulierung in der Region. Internationale Hilfsorganisationen fordern eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls und langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den betroffenen Stadtvierteln.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Central Africa