Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel hat nach den gewalttätigen Ausschreitungen beim Fußball-Derby in Mannheim ein dringliches Krisentreffen einberufen. Bei dem Spiel zwischen den beiden regionalen Rivalen waren am vergangenen Wochenende rund 120 Menschen verletzt worden, darunter zahlreiche Polizisten. Die Ereignisse haben landesweit für Empörung gesorgt und eine Debatte über Sicherheitskonzepte in deutschen Stadien neu entfacht.
Hagel kündigte an, alle relevanten Vereine, Sicherheitsbehörden und Kommunen aus Baden-Württemberg einzuladen, um gemeinsam Maßnahmen zur Prävention von Gewalt im Stadion zu erarbeiten. „Das war kein normales Derby, das war organisierte Gewalt“, so der Minister. „Wir werden nicht zulassen, dass friedliche Fans und Einsatzkräfte systematisch bedroht werden.“
Im Fokus stehen unter anderem verbesserte Zugangskontrollen, die Einführung von Fan-Pass-Systemen, schärfere Personalüberprüfungen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Clubs und Polizei. Zudem soll geprüft werden, ob problematische Fangruppen dauerhaft vom Stadionbesuch ausgeschlossen werden können. Die Landesregierung betont, dass Sicherheit im öffentlichen Raum oberste Priorität habe – insbesondere angesichts der zunehmenden Radikalisierung einzelner Ultraszenen.
Quellen: FAZ Online