Rassistische Posts: Rostocker Uniklinik entzieht Oberarzt Aufgaben nach Vorwürfen

Die Universitätsmedizin Rostock zeigt sich „entsetzt“ über rassistische und gewaltverherrlichende Posts eines Oberarztes. Wie Ermittlungen ergaben, hatte der Mediziner über einen längeren Zeitraum in sozialen Netzwerken extremistische Inhalte geteilt, darunter rassistische Hetze und verharmlosende Darstellungen von Gewalt. Die Klinikleitung bestätigte nach interner Prüfung den Verdacht und entzog dem Arzt umgehend sämtliche klinischen Aufgaben.

„Solches Verhalten ist mit unseren Werten unvereinbar“, erklärte ein Sprecher der Uniklinik. Der betroffene Arzt werde weiterhin arbeitsrechtlich und disziplinarisch überprüft. Zudem prüfe die Staatsanwaltschaft Rostock, ob strafrechtliche Schritte eingeleitet werden. Die Klinik betonte, dass Patienten nicht durch die Tätigkeit des Arztes gefährdet worden seien, da alle Behandlungen dokumentiert und überwacht seien.

Die Vorfälle lösten Empörung bei Mitarbeitenden und Patientenverbänden aus. „Vertrauen in das medizinische Personal ist essenziell – solche Fälle untergraben es massiv“, sagte eine Sprecherin der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern. Die Uniklinik kündigte an, künftig Sensibilisierungsprogramme gegen Rassismus und Extremismus für das gesamte Personal zu intensivieren. Der Fall wirft erneut Fragen auf über die Verantwortung von Amtsträgern im digitalen Raum – besonders in sensiblen Berufen.

Quellen: ntv – Nachrichten (DE, 26.08.2026 09:23)