AfD-Brandbrief belastet NRW-Landeschef Vincentz – Partei streitet über Personalregel

Ein internes Schreiben des AfD-Politikers Manuel Krauthausen sorgt für Unruhe innerhalb der nordrhein-westfälischen Landespartei. In einem Brandbrief an die Bundesspitze, adressiert an Co-Vorsitzende Alice Weidel, schildert Krauthausen Vorgänge um eine umstrittene Personalregelung und berichtet von innerparteilichem Druck. Dabei nennt er den Namen des NRW-Landeschefs Martin Vincentz, den er als Beteiligten an einem entscheidenden Gespräch über das Modell benennt.

Vincentz widerspricht den Darstellungen energisch. Er bestätigt zwar, dass ein Gespräch stattgefunden habe, bezeichnet aber die Interpretation und Wirkung der Aussagen als fehlerhaft. Die Debatte wirft Fragen über Machtdynamiken innerhalb der regionalen Parteispitze auf und könnte das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen verschiedenen Flügeln der AfD in Nordrhein-Westfalen weiter belasten. Das Schreiben soll nun bei der Bundesführung für Prüfung vorliegen, während sich die Landesorganisation bemüht, die öffentliche Aufmerksamkeit einzudämmen.

Die Affäre droht nicht nur die interne Stabilität der Partei in NRW zu erschüttern, sondern auch deren Außenwirkung zu beeinträchtigen, gerade im Hinblick auf bevorstehende kommunale und landespolitische Auseinandersetzungen. Bislang hat die AfD-Bundesführung noch nicht offiziell auf die Vorwürfe reagiert.

Quellen: T-Online Nachrichten