Die Ghana Institution of Engineering (GhIE) hat die Regierung aufgefordert, ihre Strategie zur Bekämpfung des illegalen Goldabbaus – sogenanntes ‚Galamsey‘ – grundlegend zu überarbeiten. In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme betont die Institution, dass bisherige Maßnahmen trotz erheblicher Ressourcen nicht nachhaltig wirksam seien und die Umwelt weiter unter den Folgen leide.
Der illegale Bergbau hat in den letzten Jahren weite Teile Ghanas verwüstet, insbesondere Wälder und Wasserläufe. Trotz Einsätzen von Militär und Sonderkommissionen bleibt das Problem weit verbreitet. GhIE fordert nun einen systematischen Ansatz, der technische Innovationen, bessere Überwachung durch Drohnen und Satelliten sowie stärkere Einbindung lokaler Gemeinschaften vorsieht.
Zudem plädiert die Ingenieurinstitution für eine langfristige wirtschaftliche Alternative für kleine Bergleute, um Abhängigkeiten vom informellen Abbau zu reduzieren. Ohne strukturelle Reformen werde jede kurzfristige Operation nur temporäre Erfolge bringen, so die Warnung.
Quellen: AllAfrica – Ghana, AllAfrica – West Africa