Am 24. August 2026 wurden zwei äthiopische UN-Friedenssoldaten bei einem Hinterhalt im Südsudan getötet, während drei weitere Angehörige der Streitmacht verletzt wurden. Der Angriff ereignete sich im Bundesstaat Jonglei, einer Region, die seit Jahren von Gewalt und interethnischer Spannung geprägt ist. Eine gemeinsame Patrouille der Vereinten Nationenmission im Südsudan (UNMISS) wurde von einer bewaffneten Gruppe angegriffen, wie südsudanesische Behörden und die UN bestätigten.
Die südsudanesische Regierung kündigte eine umgehende Untersuchung des Zwischenfalls an. Die UNMISS verurteilte den Angriff auf das Schärfste und betonte, dass friedenssichernde Missionen unter internationalem Recht besonderen Schutz genießen. Die Täter konnten nach dem Überfall unerkannt entkommen. Die Identität der Angreifer ist bislang nicht bekannt, Experten vermuten jedoch, dass es sich um lokale Milizen handeln könnte, die in den anhaltenden regionalen Konflikten operieren.
Äthiopien, die Vereinten Nationen und Ägypten verurteilten den Angriff scharf. Äthiopische Beamte forderten eine umfassende Aufklärung und strafrechtliche Konsequenzen. Die Präsenz äthiopischer Truppen im Rahmen der UNMISS unterstreicht die regionale Verantwortung für Stabilität im Nachbarland. Friedenssoldaten aus Äthiopien gehören seit Jahren zu den wichtigsten Kontingenten der UN-Mission im Südsudan.
Der Vorfall unterstreicht erneut die anhaltenden Sicherheitsdefizite im Südsudan, trotz der Friedensvereinbarungen von 2018. Die Region Jonglei bleibt ein Brennpunkt bewaffneter Auseinandersetzungen, oft verbunden mit Ressourcenkonflikten und Stammesrivalitäten. Die UNMISS setzt sich weiterhin für den Schutz von Zivilisten und die Stabilisierung des Landes ein, doch die Bedrohungslage für internationale Kräfte bleibt hoch.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia