Die Vereinten Nationen haben die Sahel Integrated Resilience Initiative als eine von drei neuen World Restoration Flagships anerkannt. Mauretanien ist gemeinsam mit Burkina Faso, Chad, Mali und Niger Teil dieses Großprojekts, das seit 2018 verfallene und degradierte Landschaften wieder nutzbar macht. Die Initiative wird von dem UN-Umweltprogramm (UNEP) gewürdigt, das die Maßnahme als vorbildlich für nachhaltige Entwicklung im trockenen Sahel-Gürtel bezeichnet.
Allein in Mauretanien tragen lokale Gemeinschaften durch Aufforstung, Bodenverbesserung und nachhaltige Landwirtschaft zur Wiederbelebung verödeter Flächen bei. Insgesamt wurden bereits über 335.000 Hektar Land rehabilitiert – eine Fläche fast der Größe Luxemburgs. Dadurch konnten die Ernährungssicherheit und Einkommensquellen für mehr als vier Millionen Menschen in der Region gestärkt werden, darunter viele Kleinbauern, Viehzüchter und Frauenorganisationen.
Die Anerkennung erfolgte im Rahmen der UN Decade on Ecosystem Restoration in Ulaanbaatar, Mongolei. Experten betonen, dass Mauretanien durch die zunehmende Wüstenbildung besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Die Initiative trägt dazu bei, die Bodenerosion zu stoppen, die Biodiversität zu fördern und die Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung an extreme Wetterereignisse zu verbessern.
Die UN sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs), insbesondere der Ziele zur Bekämpfung von Armut und Hunger sowie zum Schutz von Ökosystemen. Finanziert wird das Vorhaben durch internationale Geber, regionale Organisationen und nationale Regierungen, darunter auch die mauretanische Regierung, die lokale Projekte aktiv unterstützt.
Quellen: AllAfrica – Latest