Uganda plant erstes souveränes Green Bond für 1,865 Billionen Schilling

Die Regierung Ugandas plant die Ausgabe ihres ersten souveränen Green Bonds Anfang des kommenden Jahres. Wie offizielle Angaben aus Kampala zeigen, soll das Volumen der Anleihe bis zu 500 Millionen US-Dollar erreichen, was umgerechnet etwa 1,865 Billionen ugandische Schilling entspricht. Mit diesem Schritt will das Land gezielt Mittel für umweltfreundliche Infrastrukturprojekte mobilisieren und gleichzeitig internationale Investoren auf nachhaltige Entwicklungen in Ostafrika aufmerksam machen.

Green Bonds gelten als wichtiges Instrument, um Klimaschutz- und Umweltprojekte zu finanzieren. Uganda sieht in der Anleihe eine Möglichkeit, sowohl den Klimawandel lokal zu bekämpfen als auch seine Kreditwürdigkeit auf den internationalen Kapitalmärkten zu stärken. Das Geld soll unter anderem in erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft, Aufforstung und Wasserschutzprojekte fließen.

Die Pläne werden von Experten als bedeutender Schritt in der wirtschaftspolitischen Strategie Ugandas bewertet. Bisherige Anstrengungen zur Mobilisierung grüner Finanzmittel blieben oft auf internationale Geberorganisationen beschränkt. Mit dem souveränen Green Bond übernimmt das Land nun eine aktivere Rolle auf dem Kapitalmarkt. Finanzminister und Zentralbank arbeiten eng zusammen, um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und Transparenz zu gewährleisten.

Die Emission steht unter Beobachtung regionaler und globaler Institutionen. Sollte die Anleihe erfolgreich platziert werden, könnte Uganda als Vorreiter in Ostafrika gelten und andere Länder in der Region zu ähnlichen Schritten anregen.

Quellen: AllAfrica – East Africa