Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall treibt den Ausbau seines Standorts in Kassel mit enormem Tempo voran. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, plant das Unternehmen, das Werk in Nordhessen zum „größten Panzerwerk Europas“ zu entwickeln. Dazu sollen in den kommenden Jahren mehr als 260 Millionen Euro investiert werden, darunter in die Erweiterung der Panzerproduktion, den Aufbau eines Drohnentestzentrums und die Modernisierung des Flughafens Kassel-Calden als logistische Drehscheibe.
Konzernchef Armin Papperger bestätigte die Pläne und verwies auf einen erwarteten milliardenschweren Auftrag der Bundeswehr, der die Expansion rechtfertige. „Kassel wird zum Herzstück unserer Landverteidigungssysteme“, so Papperger. Das Land Hessen beteiligt sich nach Angaben der Quellen mit einem zweistelligen Millionenbetrag an der Infrastrukturmodernisierung, insbesondere am Ausbau des Flughafens, der künftig auch für den Transport schwerer Militärtechnik genutzt werden soll.
Die Investitionen sollen rund 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen – eine bedeutende wirtschaftliche Impulsgebung für die Region Nordhessen. Politik und Wirtschaft lobten die Entscheidung als Signal für den Industriestandort Hessen. Gleichzeitig gibt es Diskussionen über die langfristige Ausrichtung der hessischen Wirtschaft hin zu sicherheits- und verteidigungsrelevanten Technologien.
Quellen: ntv – Nachrichten, Welt Online, Der Tagesspiegel