Bahnreisende im Ruhrgebiet am stärksten von Verspätungen betroffen

Reisende im Ruhrgebiet, die mit der Deutschen Bahn in Richtung Süddeutschland unterwegs sind, müssen aktuell mit erheblichen Verspätungen rechnen. Eine aktuelle Auswertung von Bahn-Daten zeigt, dass die Fernverbindungen entlang der Achse Ruhrgebiet–München bundesweit die schlechteste Pünktlichkeitsbilanz aufweisen. Besonders betroffen sind ICE- und IC-Züge, die zwischen Duisburg, Essen, Dortmund und München verkehren.

Seit Januar liege die durchschnittliche Verspätung auf dieser Strecke deutlich über dem bundesweiten Schnitt, so der Bericht. Grund seien häufige Baustellen, Kapazitätsengpässe im Schienennetz und technische Störungen an Weichen und Signalanlagen. Auch wetterbedingte Einschränkungen in den Alpen hätten Auswirkungen auf den Fahrplan im Ruhrgebiet, da sich Verspätungen entlang der gesamten Korridorlinie fortpflanzen.

Der Nahverkehr im Ruhrgebiet bleibt von diesen Problemen weitgehend unberührt, da er auf separaten Streckenabschnitten verkehrt. Dennoch kritisieren Pendler und Reisende, dass die Deutsche Bahn nicht ausreichend transparent über die Ursachen der Verspätungen informiere. Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Dortmund Süd fordert mehr Investitionen in die Modernisierung der Schieneninfrastruktur. ‚Das Ruhrgebiet ist ein zentraler Knoten im deutschen Schienennetz – hier muss dringend nachgebessert werden‘, so seine Forderung.

Quellen: Der Tagesspiegel