Präsident Tinubu fordert Umwandlung von Gasflaring in volkswirtschaftlichen Nutzen

Nigerias Präsident Bola Tinubu hat das staatliche Erdgasunternehmen Nigeria Liquefied Natural Gas (NLNG) aufgefordert, die langjährige Praxis des Gasflarings in einen volkswirtschaftlichen Vorteil für das Land zu verwandeln. Bei einer Rede betonte Tinubu seine „große Sorge“ über die fortgesetzte Verbrennung von Erdgas, das bei der Ölförderung anfällt, und forderte eine konsequente Umstellung auf Nutzung im Inland.

„Mein Hauptanliegen ist die inländische Verwertung“, erklärte Tinubu. „Sie müssen dieses potenzielle Umweltproblem in etwas umwandeln, das strategisch und wirtschaftlich für die Verbraucher im Land von Vorteil ist.“ Der Präsident forderte NLNG auf, Technologien und Infrastruktur voranzutreiben, um das Gas für Energieerzeugung, Industrie und Haushalte nutzbar zu machen.

Gasflaring – die kontrollierte Verbrennung von Erdgas – ist in Nigerias Ölregionen des Nigerdelta seit Jahrzehnten verbreitet und gilt als schwerwiegender Umweltskandal. Trotz internationaler Kritik und nationaler Versprechen blieb die Umsetzung zögerlich. Mit Tinubus neuer Äußerung könnte nun Druck auf die Branche zunehmen, insbesondere da Nigeria nach alternativen Energiequellen sucht, um die Abhängigkeit von Importstrom zu verringern und die Industrialisierung voranzutreiben.

Quellen: Premium Times Nigeria