Mali-Star Salif Keita sagt Südafrika-Konzerte wegen „xenophober Gewalt“ ab

Der legendäre malische Musiker und Grammy-Preisträger Salif Keita hat seine geplanten Konzerte in Südafrika abgesagt, nachdem sein Management auf die anhaltenden Fälle von xenophober Gewalt im Land verwiesen hat. Die Entscheidung, die am Mittwoch offiziell bestätigt wurde, löste internationale Diskussionen über Sicherheit und Gastfreundschaft in Südafrika aus.

Carolina Vallejo, Managerin von One World Records, erklärte: „Herr Keita zieht diese Entscheidung nicht leichtfertig. Als Mensch afrikanischer Herkunft fühlt er sich verpflichtet, ein Zeichen gegen Gewalt und Ausgrenzung zu setzen.“ Die Shows hätten in mehreren südafrikanischen Städten stattfinden sollen, darunter Johannesburg und Kapstadt, als Teil einer größeren Tour durch den südlichen afrikanischen Raum.

Die Abreise von Künstlern aus anderen afrikanischen Ländern aufgrund von Sicherheitsbedenken ist kein Einzelfall. In der Vergangenheit gab es wiederholt Angriffe auf Migranten und ausländische Geschäftsleute in Südafrika, die international scharfe Kritik hervorriefen. Menschenrechtsorganisationen fordern seit Jahren konsequentere Maßnahmen der Regierung, um solche Übergriffe zu stoppen.

Salif Keita, selbst Enkel eines Königs aus Mali und internationaler Botschafter der westafrikanischen Musik, genießt hohes Ansehen auf dem Kontinent. Seine Absage gilt vielen als symbolisch – ein Appell für Solidarität und menschliche Würde innerhalb Afrikas. Der Verband der südafrikanischen Musikindustrie bedauerte die Entscheidung, räumte aber ein, dass die Bedenken berechtigt seien.

Quellen: AllAfrica – South Africa, AllAfrica – Southern Africa