Der oberste Katastrophenmanager Somalias, Mahmoud Moallin Abdulle, hat am Mittwoch in Mogadishu Jan Egeland, Generalsekretär des Norwegian Refugee Council (NRC), zu Gesprächen über die anhaltende humanitäre Krise im Land empfangen. Beide Seiten erörterten die zunehmenden Herausforderungen durch Dürre, Überschwemmungen und die drohenden Auswirkungen eines bevorstehenden Super-El-Niño-Ereignisses, das extreme Wetterlagen in der Region auslösen könnte.
Die Zusammenkunft unterstreicht die wachsende Besorgnis internationaler Hilfsorganisationen über die Verletzlichkeit Somalias gegenüber klimabedingten Krisen. Tausende Menschen sind bereits aufgrund von wiederkehrenden Dürren und plötzlichen Fluten vertrieben worden. Der NRC betreibt seit Jahren Notunterkünfte, Wasserversorgungsprogramme und Schutzmaßnahmen für Binnenvertriebene im Land.
Kooperation zur Risikominderung
Bei dem Treffen wurde betont, dass eine frühzeitige Vorbereitung entscheidend sei, um menschliche Tragödien abzuwenden. Egeland lobte die Fortschritte bei der lokalen Koordination, forderte aber mehr internationale Unterstützung, um Kapazitäten für schnelle Reaktionen auszubauen. „Somalia steht vor einer doppelten Bedrohung – durch anhaltende Dürre und die Gefahr extremer Regenfälle“, sagte er. „Prävention ist jetzt wichtiger denn je.“
Quellen: AllAfrica – East Africa