US-Hilfskürzungen gefährden Impfprogramm für Kinder in Ghana

Ghana droht ein schwerwiegender Rückschlag bei der öffentlichen Gesundheitsversorgung: Aufgrund von Kürzungen in der US-Entwicklungshilfe fehlen dem westafrikanischen Land nun 78,2 Millionen US-Dollar für sein nationales Kinderimpfprogramm. Die Mittelkürzungen gefährden nach Angaben von Gesundheitsexperten die bisher erzielten Fortschritte bei der Eindämmung von Krankheiten wie Masern, Polio und Diphtherie.

Das Impfprogramm, das maßgeblich durch internationale Geber wie die USA finanziert wurde, hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, die Impfquote in Ghana deutlich zu erhöhen. Die plötzliche Unterbrechung der Finanzierung könnte jedoch zu einer Verringerung der Impfungen führen, insbesondere in ländlichen und benachteiligten Regionen, wo der Zugang zu Gesundheitsdiensten ohnehin begrenzt ist.

Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und lokaler Gesundheitsbehörden warnen vor den möglichen Folgen: eine erhöhte Anfälligkeit für Ausbrüche vermeidbarer Krankheiten und ein Anstieg der Kindersterblichkeit. Die ghanaische Regierung erwägt nun Notfallmaßnahmen, darunter die Umverteilung staatlicher Mittel und die Suche nach alternativen Finanzierungsquellen, um das Programm aufrechtzuerhalten.

Quellen: Al Jazeera English