RwandAir-Chefin kritisiert hohe Flugkosten und Fragmentierung des afrikanischen Luftverkehrsmarkts

Yvonne Makolo, Chief Executive Officer der ruandischen Fluggesellschaft RwandAir, hat vor den Hindernissen gewarnt, die die wirtschaftliche Integration Afrikas behindern. Insbesondere hohe Flugkosten und restriktive nationale Luftfahrtvorschriften verhinderten eine effiziente Vernetzung des Kontinents. Ohne tiefgreifende Reformen bleibe der afrikanische Luftverkehrsmarkt fragmentiert und behindere den wirtschaftlichen Fortschritt.

Im Rahmen einer aktuellen Stellungnahme betonte Makolo, dass viele afrikanische Länder weiterhin protektionistische Politiken verfolgten, die den freien Zugang zu Luftraum und Flughäfen erschwerten. Diese Fragmentierung führe zu hohen Betriebskosten für Fluggesellschaften, die sich direkt auf die Ticketpreise für Passagiere auswirkten. Gleichzeitig behindere dies den Handel, den Tourismus und die Mobilität von Fachkräften.

Makolo plädierte für eine konsequentere Umsetzung des Single African Air Transport Market (SAATM), einer Initiative der Afrikanischen Union, die einen liberalisierten Luftverkehrskorridor über den gesamten Kontinent schaffen soll. Ruanda ist einer der stärksten Befürworter dieser Initiative. RwandAir selbst hat in den letzten Jahren sein Streckennetz kontinuierlich ausgebaut und verbindet heute zahlreiche afrikanische Hauptstädte mit Kigali als Drehkreuz.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Business