Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat im Rahmen einer Sicherheitsinitiative die Einrichtung einer schnellen Reaktions-Taskforce für den Ostseeraum angekündigt. Grund sind zunehmende hybride Bedrohungen durch unbemannte Systeme wie Drohnen sowie verdächtige Aktivitäten im maritimen Bereich. Als norddeutsches Küstenland mit langem Ostseeküstenabschnitt ist Schleswig-Holstein besonders von diesen Entwicklungen betroffen.
Die neue Taskforce soll grenzüberschreitend mit europäischen Partnern zusammenarbeiten und innerhalb kurzer Zeit auf potenzielle Gefahrenlagen reagieren können. Ziel sei es, künftig koordinierte Antworten auf Störungen durch Spionage-Drohnen, illegale Überwachung oder Sabotageakte im Luftraum und auf See zu geben. „Sicherheit an unserer Ostseeküste ist keine regionale Frage, sondern Teil der nationalen Verteidigungsstrategie“, betonte Dobrindt.
Experten sehen in der Initiative eine notwendige Antwort auf veränderte Bedrohungslagen. Auch die Landesregierung in Kiel begrüßte die Ankündigung, betonte aber zugleich die Notwendigkeit enger Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Die konkrete Umsetzung soll in den kommenden Monaten erfolgen, wobei Standorte in Norddeutschland für operative Einsätze in Betracht gezogen werden.
Quellen: FAZ Online, ntv – Nachrichten