Peru strebt nach Sonderbefugnissen zur Bekämpfung krimineller Banden

Die peruanische Regierung hat ein Gesetzespaket gebilligt, das der Exekutive Sonderbefugnisse zur Bekämpfung krimineller Banden einräumen soll. Der Entwurf, der am 28. August 2026 vom Kabinett genehmigt wurde, umfasst 66 Punkte, die sich über acht Themenschwerpunkte erstrecken. An erster Stelle steht die Sicherheit der Bürger.

Besonders im Fokus steht die Klassifizierung bestimmter krimineller Organisationen wie der berüchtigten Bande ‚Tren de Aragua‘ als ‚feindliche Gruppen‘. Dies würde den Einsatz des Militärs zur Unterstützung der Polizei ermöglichen. Die Regierung betont, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um die wachsende Bedrohung durch organisierte Kriminalität effektiv zu bekämpfen.

Die Initiative kommt inmitten zunehmender öffentlicher Besorgnis über die Sicherheitslage im Land. Kritiker warnen jedoch vor möglichen Menschenrechtsverletzungen und dem Missbrauch der erweiterten Befugnisse. Der Gesetzesentwurf muss nun noch vom Kongress genehmigt werden, bevor er in Kraft treten kann.

Quellen: Rio Times Online