Die äthiopische Medienbehörde (EMA) hat die Berichterstattungslizenzen dreier in Äthiopien stationierter Reuters-Journalisten erneuert. Damit endet eine sechsmonatige Aussetzung, die im Anschluss an die Entscheidung der Regierung erfolgte, die Akkreditierung der Journalisten zunächst nicht zu verlängern.
Die ursprüngliche Nichtverlängerung hatte im Frühjahr dieses Jahres Besorgnis in journalistischen und Menschenrechtskreisen ausgelöst. Kritiker befürchteten eine Verschärfung der Medienregulierung und Einschränkungen der Pressefreiheit im Land. Die nun erfolgte Wiederaufnahme der Akkreditierungen wird daher als positives Signal gewertet, auch wenn Beobachter weiterhin auf mögliche politische Einflussnahmen auf die Medienlandschaft achten.
Reuters begrüßte die Entscheidung und betonte die Wichtigkeit unabhängiger Berichterstattung aus der Region. Äthiopien steht seit Jahren im Fokus internationaler Medien, insbesondere aufgrund komplexer innerer Konflikte, politischer Reformen und humanitärer Herausforderungen. Eine funktionierende, unabhängige Presse sei entscheidend für die Aufklärung und Transparenz, so Medienexperten.
Die Wiederzulassung der Journalisten könnte auf eine temporäre Entspannung in der Beziehung zwischen der äthiopischen Regierung und internationalen Nachrichtenagenturen hindeuten. Dennoch bleibt die Medienumgebung im Land angespannt, und Beobachter fordern weiterhin dauerhafte Verbesserungen der Pressefreiheit.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia